Meditationen gibt es viele. Bei dem Wort denken die meisten Menschen schnell an die chinesische Kultur. An Zen-Klöster und an Stundenlanges Sitzen in absoluter Stille. Doch es gibt viele Arten, zu meditieren. Meditation ist die Fähigkeit, den Blick nach innen zu richten. So kann auch aus einem Spaziergang im Wald, einem Gebet in der Kirche oder dem Essen einer besonders leckeren Malzeit eine Meditation werden.

Die Konzentration nach Innen richten
Wer meditiert, ist im Hier und Jetzt. Er denkt nicht an gestern oder morgen sondern erlebt den Moment in dem er sich befindet. Er spürt, wie der Fuß abrollt, hört, wie der Wind durch die Bäume rauscht und ist in Kontakt mit dem Außen, während er ganz bei sich ist. Meditation ist das Gegenteil von Multitasking.

Warum meditieren?
Eine Meditation beruhigt und belebt zugleich. In Tests an erfahrenen Zen-Mönchen, die regelmäßig meditierten, konnte nachgewiesen werden, dass eine bewusste Führung von Energien im Körper möglich ist. So kann jemand, der geübt ist, durch die Kraft seiner Konzentration Energiefelder im Körper erzeugen, die unter einer Wärmebildkamera deutlich darzustellen sind.
Meditieren ist also nicht nur gut für einen ausgeruhten, klaren Geist. Es kann sogar dabei helfen, körperliche Beschwerden zu lindern. Die bewusste Entspannung während einer Meditation hilft, Stress effektiv abzubauen und die Gedanken zu entschleunigen. Wer Stress reduziert tut nicht nur seinem Geist sondern auch seinem Körper einen Gefallen.

Wie lernt man das?
Meditieren ist nicht schwer. Es bedarf nur etwas Übung und zu Beginn ein gewisses Durchhaltevermögen. Denn gerade am Anfang fällt es vielen Menschen schwer, sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Für den Einstieg ist es am einfachsten, sich einen Ort zu suchen, an dem man völlig ungestört ist. Ob das im heimischen Wohnzimmer, im Wald oder im Garten ist, ist Geschmackssache. Wichtig ist, dass man wirklich Ruhe findet (kein Handy, das klingeln könnte, keine Geräuschquellen wie Radio, Fernseher o.Ä.).
Ist dies der Fall, gibt es zwei möglichkeiten, zu meditieren. Die stille und die bewegte Variante.

Stille Meditation
Bei einer stillen Meditation setzt oder legt man sich bequem hin (wichtig ist, dass es so bequem ist, dass man seine Position nicht ständig verändern muss. Wer hier sichergehen möchte, kann im Fachhandel ein Meditationskissen kaufen). Ist dieser Schritt vollzogen, gilt es zu beobachten, was in einem vor sich geht, ohne es kontrollieren zu müssen. Viele Menschen werden nun von ihren kreisenden Gedanken überrumpelt. Keine Sorge, das ist normal! Es ist für den Organismus eine Umstellung, denn er hat sich daran gewöhnt, immer beschäftigt zu sein. Doch je häufiger man diese übung macht, desto ruhiger werden die Gedankengänge. Mit ein wenig übung ist es möglich, die Gedanken bewusst "auszuschalten". Für den Anfang genügt es, sie wahr zu nehmen, ohne sie zu kontrollieren. Der Gedanke wird also nicht weitergeführt sondern einfach als anwesend akzeptiert.
Wenn es nicht möglich ist, die Gedanken zu beruhigen kann es hilfreich sein, sich auf seinen Atem zu konzentrieren. Doch auch hier lautet die Regel zunächst: Beobachten statt kontrollieren. 5-10 Minuten Meditation reichen am Anfang völlig aus. Die Konzentration und Ruhe wird sich mit der Zeit steigern.

Bewegte Meditation
Die bewegte Meditation wird in Bewegung ausgeführt. Hierzu gibt es verschiedene Varianten wie z.B. die Tanzmeditation oder die Meditation im Laufen. Auch hierfür sucht man sich eine möglichst ruhige Umgebung, in der man möglichst ungestört ist. Wald- und Feldwege eignen sich hierfür sehr gut. Die Laufmeditation wirkt von aussen betrachtet wie ein sehr langsamer Spaziergang. Hier geht es um das bewusste Ausführen von Bewegungen, die im hektischen Alltag häufig gar nicht wahrgenommen werden. Schritt für Schritt wird erspürt und registriert, wie der Bewegungsablauf ist, welche Muskelpartien aktiv werden, welche Gerüche wahrgenommen werden, welche Gefühle damit verbunden werden... auch hier wird vorerst nur beobachtet. Mit der Zeit kann es gelingen, bestimmte Wahrnehmungen selbstständig zu intensivieren oder auch auszuschalten.

Warum stehen die meisten Menschen heutzutage eigentlich unter Zeitdruck? Immer ist alles hektisch, vor allem in Großstädten, Dinge müssen schnell erledigt werden, um die Frist einzuhalten und Stress wird zu einem natürlichen Bestandteil des Lebens.
Ist es nur ein Zufall, dass genau diese Menschen tief im Innersten unglücklich sind unter in den meisten Fällen unter körperlichen oder mentalen Problemen leiden? Natürlich nicht. Die Leichtigkeit des Lebens wir durch unsere Gedanken vergessen bzw. verdrängt. Alles wird viel zu ernst genommen und diese Ernsthaftigkeit manifestiert sich in Körper und Seele. Die einfachen Lösungen für diese Erscheinungen sind Yoga und Meditation!
Mehr dazu folgt in den nächsten Beiträgen. Namaste.